Projekt der Jahrgangsstufe 9: „Anne Frank und jüdisches Leben in Iserlohn“

In diesem Halbjahr hatten die Schüler und Schülerinnen der Stufe 9 die Möglichkeit an dem Projekt „Anne Frank und jüdisches Leben in Iserlohn“ teilzunehmen. Dies ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Anne Frank Zentrum Berlin und dem Iserlohner Jugendamt (Jugendschutz) und geht auf eine Ausstellung zurück, die im Jahr 2016 in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum, der Volkshochschule und Musikschule für Iserlohn konzipiert wurde. Am Gymnasium Letmathe begleitet der Sozialarbeiter Jörg Simon gemeinsam mit seiner Praktikantin Jill Schmitz das Projekt. 

Die Grundidee des Anne Frank-Projektes besteht darin, dass Schülerinnen und Schüler zu „Peers“ ausgebildet werden und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler selbst, sozusagen als „Experten auf Augenhöhe“, durch die Ausstellung führen. An mehreren Stationen wird mithilfe großformatiger Fotos nicht nur das Leben von Anne Frank und ihrer Familie gezeigt, sondern auch jüdisches Leben in Iserlohn dargestellt. Die Peers stellen diese Stationen vor.

Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Schulung der Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr in der Schule selbst statt. Herr Simon zeigte den Peers zum Beispiel mithilfe von Dokumentationen und Liedern, wie sich der Nationalsozialismus in Deutschland entwickelt hat. Zudem bereitete ein Mitarbeiter des Anne Frank Zentrums Berlin die Jugendlichen darauf vor, ihren Mitschülern das gelernte Wissen zu präsentieren. Im Anschluss durften sie selbst mehrere der Bilder im Sinne einer Probeführung vorstellen und konnten so die letzte Aufregung ablegen.

Nach Abschluss der Schulung führten die ausgebildeten Peers schließlich im Rahmen der Geschichtsstunden ihre Mitschülerinnen und Mitschüler durch die Ausstellung und konnten souverän alle aufkommenden Fragen beantworten.