Ausstellung „Einige waren Nachbarn“ erstmals an einer deutschen Schule

„Wie war der Holocaust möglich? Warum haben so viele geschwiegen und so wenige geholfen? Wie wurden aus Nachbarn Mittäter oder sogar Mörder?“

Fragen, die nicht nur im Geschichtsunterricht immer wieder gestellt werden, sondern auch unsere Gesellschaft bis heute beschäftigen. In der vergangenen Woche konnten sich die Schülerinnen und Schüler mithilfe der Ausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand während des Holocaust“ mit diesen Fragen auseinandersetzen. Die Wanderausstellung, die auch schon im Deutschen Bundestag und zuletzt im Stadtmuseum Iserlohn gezeigt wurde, wurde vom United States Holocaust Memorial Museum Washington kuratiert. Sie war erstmals an einer deutschen Schule zu sehen. Die Jugendlichen zeigten sich beeindruckt, schockiert und teilweise überrascht über die Vielzahl von Motiven und individuellen Handlungsmöglichkeiten, die die „einfachen Menschen“ zur Zeit des Nationalsozialismus hatten. Im Gedächtnis bleiben so hoffentlich nicht nur die Bilder von Mittätern und Denunzianten, sondern auch die positiven Beispiele der Bürger, die ihre Mitmenschen nicht verraten, sondern Zivilcourage gezeigt und geholfen haben.