Stürmisches Berlin

Mit viel Rückenwind und ohne Rücksicht auf politische und sportliche Verluste tritt die EF vom Prenzlauer Berg aus ihre Erkundung der Hauptstadt an.

 

 

 

Bericht 1 (Historisch)

Am Mittwoch verbrachten die Schüler der EF ihre Zeit mit einer Stadt-Tour und verschiedenen Projekten in Berlin verteilt.
Nach dem Frühstück machten sich die Schüler mit dem Bus auf dem Weg, um eine Stadtführung zu machen. Sie konnten durch den Bus viele besondere Bauwerke, Gedenkstätten und Statuen bestaunen. Nach der Tour hatten die Schüler Freizeit, in der sie Berlin erkunden und shoppen konnten. Danach trennte sich die Stufe in verschiedene Projekt Gruppen
Frau Wisniewskis Gruppe befasste sich mit Fluchtwegen und Tunneln, die von der DDR zur BDR führten.
Die Schüler besuchten ein Museum und schauten sich die Überbleibsel von echten Tunneln, die zur Flucht aus der DDR verwendet wurden. Außerdem hörten sie traurige Geschichten von getrennten Familien und Todesfällen, aufgrund der Trennung von Ost und West, die uns die Verzweiflung der Familien und den Wunsch zu flüchten Näher brachten. Insgesamt war es eine interessanter Tag, der den Schülern einen guten Einblick in die Geschichte Berlins verschaffte.

 

Bericht 2 (Stadterkundung)

Gemeinsam mit Frau Rimmel nahm eine Gruppe am Mittwoch am Projekt „X-Berg-Tag“ in Berlin-Kreuzberg teil. Unser Guide, als gebürtiger Kreuzberger und ehemaliger Bürger der DDR, hat uns seine Erfahrungen und Eindrücke im punkto Rassismus nähergebracht und  dabei durch die Hotspots Kreuzbergs geführt. Wir haben viel über das Alltagsleben in Kreuzberg und dessen aktuelle Probleme gelernt. Am Ende der Führung besuchten wir noch eine Moschee, die wie viele andere in einem Hinterhof ,,gebaut" bzw. eingerichtet wurde. Dort lernten wir noch etwas über das Leben der Muslime in Berlin. Alles in allem war es ein sehr lehrreicher und interessanter Tag, der vor allem durch die humorvolle und sympathische Art des Guides so interessant wurde.

Am nächsten Tag besuchten wir die Ausstellung „Berliner Stadtmodelle“, in der Berlin in verschiedenen Maßstäben modellhaft gezeigt wird. Wir erhielten viele Informationen von einem der Mitarbeiter, der früher als britischer Soldat in Hemer stationiert war und sich sehr freute, Besuch aus seiner alten Heimat zu bekommen. Im Anschluss ging es nach nebenan in das Märkische Museum, wo wir eine Führung zum Thema „Vom Markt zur Metropole“ hatten und weitere Einblicke in die Stadtentwicklung Berlins bekamen. 

 

Bericht 3 (#hinsehen)

 

 

Am Mittwoch, sind wir, das #hinsehen Projekt von Herrn Arends, in das jüdische Museum gefahren. Dort nahmen wir an einem Workshop teil und besichtigen die Ausstellung mit dem Thema: „Kommen oder Gehen? Deutsche Juden im Holocaust.“

 

Nach einiger Zeit, in der wir im sogenannten Glassaal warteten, wurden wir von einer netten, etwas älteren Mitarbeiterin abgeholt und sind in den Workshopraum geführt worden. Dort angekommen, fingen wir an, die Begriffe „Exil“ und „Immigration“ zu erläutern, da diese auch noch später eine große Rolle spielen würden. Anschließend begannen wir diese Begriffe mit den deutschen Juden im Holocaust zu verbinden und merkten schnell, dass diese Begriffe auch in unserem näheren Umfeld eine große Rolle spielt. Wie zum Beispiel in unseren Familien. Wir bekamen Informationen über die Verbote der Juden und wie diese sie zur Immigration zwingen sollten. Immer wieder sprachen wir über den Zwiespalt, in dem die deutschen Juden damals standen. Ob sie bleiben oder gehen sollten. […] Die Ausstellung ist in zwei Gänge geteilt. Einer für das Gehen, der andere für das Bleiben. Am Ende des jeweiligen Ganges war entweder der Garten des Exils oder den Holocaust-Turm. Zuerst gingen wir in den Holocaust-Turm. Dieser wurde mit einem großen, kalten Raum dargestellt. Es war dunkel und man fühlte sich unwohl. Die Stille in diesem Raum war erdrückend und machte einem Angst. Nach zwei Minuten, die sich allerdings viel länger anfühlten, gingen wir wieder raus und besprachen unsere Emotionen und Gefühle. […] Anfangs, als gesagt wurde, dass wir drei Stunden in einem jüdischen Museum verbringen würden, dachte ich, wir würden vor Langeweile einschlafen. Allerdings war ich positiv überrascht, wie interessant der Workshop aufgebaut war. Er hinterließ keinen Platz für Langeweile und ließ uns so motiviert mitarbeiten. Durch die Ausstellung konnten wir uns vor allem in die damaligen deutschen Juden einfühlen und verstanden letztendlich beide Standpunkte.

von Julia Pruszydlo (EF)