Ein Blick in die Zukunft

In diesem Jahr hatte das Gymnasium Letmathe das große Glück zum ersten Mal überhaupt zu der kleinen Auswahl an Schulen zu gehören, welche von dem TouchTommorrow-Truck besucht werden. So konnten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8, EF und Q1 Zukunftstechnologien selbst testen, sich über den aktuellen Stand der Technik informieren und in verschiedene „MINT“-Berufsfelder hineinschnuppern. Die Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – Bereiche, in denen viele neue Berufsbilder der Zukunft entstehen.

An verschiedenen Stationen konnten sich die Schüler zunächst in Kleingruppen über neueste Innovationen informieren und diese danach auch selbst ausprobieren. So wussten wohl die wenigsten von uns, dass die OLED-Displays unserer Smartphones durch organisches Material, wie man es von Glühwürmchen kennt, leuchten. Oder dass VR-Brillen nicht nur die Zukunft des Gamings sind, sondern auch dafür genutzt werden, um Auszubildenden das Aufbauen von Maschinen beizubringen. Es ist beeindruckend, wie realistisch das Zusammenbauen einer Druckmaschine wirkt, wenn man von außen ins digitale „Nichts“ geschubst wird. Neben den VR-Brillen werden auch Smart-Glasses schon genutzt, um den Aufbau komplizierter Maschinen zu erleichtern oder bei ermüdender Arbeit das Fehlerpotenzial zu mindern. Diese Brillen projizieren eine Art animierte Anleitung auf die Gläser, die durch den gesamten Prozess leitet. In Zukunft können diese Brillen die Produktivität von Unternehmen enorm steigern oder sogar auch das Aufbauen von Möbeln erleichtern. Vielleicht übernehmen dies jedoch auch irgendwann Roboter, wie der Prototyp „Nao“, den die Schülerinnen und Schüler im Truck kennenlernen und programmieren konnten. Noch einfacher würde es einem jedoch die Gedankensteuerung machen, die die Schüler ebenfalls testen konnten. Allein mit der Kraft ihrer Konzentration konnten sie einen Ball in einem Videospiel durch einen Parkour steuern – eine Technologie, die in Zukunft wohl das Leben vor allem für körperlich eingeschränkte Menschen enorm erleichtern kann.

Neben diesen Technologien, die die Arbeit und den Alltag des Menschen vereinfachen können, konnten die Schüler auch die Zukunft der Mobilität entdecken. So soll man in Zukunft nicht nur, durch autonomes Fahren, bequemer von A nach B kommen, sondern dies auch noch schneller. Dazu werden Züge entwickelt, welche durch Elektromagneten in den Schienen angetrieben werden. So eine Bahn konnten die SchülerInnen (natürlich im Kleinformat) selbst programmieren, indem sie die Elektromagneten in den Schienen umpolten, sodass sich der Zug bewegte. In der Realität sollen diese Züge innerhalb eines Vakuums Geschwindigkeiten von bis zu 1100 Km/h erreichen können.

Da es in dem TouchTomorrow-Truck auch darum geht, Schülerinnen und Schüler für Berufe im Zusammenhang mit neuartigen Technologien zu begeistern, konnten sie am MINT-Navi nach passenden Ausbildungen oder Studienplätzen suchen und sich zu ihrer Karriereplanung beraten lassen.

Die interessantesten Informationen konnten die Schüler sich auf ihrem IKO, einer Art USB-Stick, speichern und mit nach Hause nehmen.

Der Besuch des Trucks bereitete viel Spaß und hinterließ bleibende Eindrücke. Wann bekommt man denn sonst mal die Möglichkeit Prototypen zu testen? Vielleicht konnte der Besuch sogar einige Schülerinnen und Schüler davon überzeugen in einem MINT-Gebiet zu arbeiten. Doch selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, war es spannend die aktuellen Projekte der Forschungen zu betrachten und sich vorzustellen, wie der Alltag in Zukunft aussehen könnte.

 

Erik Repp & Alexander Lock