Schulsozialarbeit am Gymnasium Letmathe - neu im Sj. 2018/19

Seit dem Schuljahr 2018/19 bin ich neuer Schulsozialarbeiter am Gymnasium Letmathe der Stadt Iserlohn. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich und meine Arbeit hiermit kurz vorzustellen.

Zur Person:

Mein Name ist Jörg Simon, ich bin 46 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Kinder (19 und 14 Jahre alt) und bin als staatlich anerkannter Diplom-Sozialarbeiter (FH) im Ressort Generationen und Bildung, Bereich Jugend, Abteilung Jugendarbeit, Team Sonderdienste bei der Stadt Iserlohn angestellt. In meiner Freizeit unternehme ich gerne Familienausflüge, betreibe (nun altersgerechten) Sport, bin oft an meinem Wohnwagen am Sorpesee und engagiere mich ehrenamtlich als Jugend-Fußballtrainer bei Borussia Dröschede 1911 e.V. und als Presbyter in der Ev. Maria-Magdalena-Kirchengemeinde in Iserlohn. Eigentlich bin ich gelernter Energieelektroniker der Fachrichtung Betriebstechnik, habe mein Abitur in der Abendschule am Berufskolleg in Iserlohn nachgeholt, bevor ich dann 1998 mein Studium der Diplom-Sozialarbeit an der Fachhochschule in Dortmund begonnen und 2002 auch mit Erfolg abgeschlossen habe. Mein Thema der Diplomarbeit: „Methodische Ansätze in der Gewaltprävention von Jugendlichen – Ein Vergleich aus dem Bereich der akzeptierenden und konfrontativen Pädagogik“. Danach habe ich beim Internationalen Bund (IB), freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e.V., in Iserlohn mein Anerkennungsjahr absolviert und in zwei Schul- bzw. Integrationsprojekten gearbeitet. Im Juni 2004 wechselte ich dann zur Stadt Iserlohn, in die damalige Abteilung „Jugendarbeit und Betreuungsmaßnahmen an Schulen“. In dieser Funktion war ich schon Leiter des städtischen Kinder- und Jugendtreffs Heide-Hombruch in Iserlohn, Fallmanager U25 bei der Arge/Jobcenter in Altena und in der Mobilen Jugendarbeit/Streetwork tätig, bevor ich im Schuljahr 2014/15 die Schulsozialarbeit an der städtischen Realschule Am Bömberg übernommen habe. Mit Schließung der Realschule zum Schuljahr 2018/19 wechselte ich mit zwei Tagen pro Woche an die Realschule am Hemberg (Mo & Di) und mit drei Wochentagen nun an das Gymnasium Letmathe der Stadt Iserlohn (Mi bis Fr). Dort trat ich die Nachfolge meiner Vorgängerin Alexandra Knabe an, deren Stelle im Schuljahr 2017/18 leider verwaist war. Ab dem Schuljahr 2019/20 werde ich aber voll und ganz für das Gymnasium zur Stelle sein, worauf ich mich jetzt auch schon sehr freue. Es macht mir sehr viel Spaß, mit einem netten, kompetenten und motivierten Kollegium zu arbeiten. Soweit zu meiner Person, doch was ist eigentlich Schulsozialarbeit und an wen richtet sie sich?

 

Zur Schulsozialarbeit:

Schulsozialarbeit ist allgemein ein ergänzender und kooperativer Bestandteil von Schule und richtet sich mit ihren Angeboten an alle, die am schulischen Alltag beteiligt sind. Die Schulsozialarbeit versteht sich somit als Ansprechpartner zu Fragen und Problemlagen, die über das Unterrichtsgeschehen hinausgehen. Das Ziel der Schulsozialarbeit ist in erster Linie, die erfolgreiche Bewältigung des Schulalltags zu unterstützen. Der Schulsozialarbeit werden dabei vorrangig drei Funktionen zugeteilt: 1. Die kompensatorische Funktion (Bewältigung von Problemen, wenn die Lehrer zur Lösung dessen nicht die Zeit und/oder die Mittel haben), 2. Die komplementäre Funktion (schulergänzende Angebote, wie z.B. im Freizeit- und Projektbereich) und 3. Die kooperative Funktion (zum einem nach Innen, also Schule und zum anderen nach Außen, also Gemeinwesen und Familie). Die Schulsozialarbeit hat keine alleinige rechtliche Legitimation, sondern rekrutiert sich aus den Einzelgesetzgebungen des SGB VIII/KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz) sowie dem SchulG (Schulgesetz): §1 (Allgemeine Aufgaben der Jugendhilfe), §11 (Jugendarbeit), §13 (Jugendsozialarbeit), §14 (Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz) und §81 (Kooperationen der Jugendhilfe) SGB VIII/KJHG in Verbindung mit §5 (Kooperation von Schule) SchulG.

Ich sehe meinen Arbeitsauftrag am Gymnasium unabhängig von schulischen Leistungen und sozialen Bedingungen! Wichtig ist für meine Arbeit aber, dass die Gespräche auf Freiwilligkeit basieren, denn nur so kann ich ein konstruktives Vertrauensverhältnis aufbauen, was für meine Arbeit auch sehr wichtig ist.

Die Beratungsgespräche werden immer vertraulich und diskret behandelt und unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht nach den Bestimmungen des 8. und 10. Sozialgesetzbuches (SGB VIII und SGB X), dem Landesdatenschutzgesetz (LDSG), den kommunalen Datenschutzbestimmungen und dem Strafgesetzbuch (StGB). Ausnahmetatbestände liegen bei einem Straftatbestand und der Gefährdung des Kindeswohls, d.h. allgemein bei „Gefahr im Verzug“ vor.

In erster Linie geht es in meiner Arbeit um die Schülerinnen und Schüler unserer Schule, damit sie den „Spaß am Lernen“ (wieder)finden bzw. (weiter)entwickeln können und einen erfolgreichen Abschluss an der Schule absolvieren. Hierbei biete ich den Betreffenden erst einmal ein offenes Ohr für ihre schulischen und/oder persönlichen Probleme an und versuche dann, mit dem/der Schüler/in alleine respektive mit den Eltern/Personensorgeberechtigten und/oder Lehrern gemeinsam eine tragfähige Lösung zu finden. Dabei bediene ich mich vorrangig dem Methodenrepertoire des (systemisch) lösungs- und ressourcenorientierten Vorgehens.

Alle Schüler/innen unserer Schule können irgendwann einmal in eine Situation kommen, in der sie Hilfe benötigen. Deshalb kann ich hier auch keine spezielle Schülergruppe angeben, mit der ich mehr oder weniger arbeite. Aus meiner Erfahrung heraus werden die offenen Sprechstunden in der Schulsozialarbeit aber vor allem zur Erörterung von individuellen Schul- und Lebensfragen, Fragen zu Perspektiven nach der Schule (Ausbildung, Arbeit, Studium), der Erörterung von psychosozialen bzw. familiären Problemsituationen sowie Mobbing und Streitschlichtung genutzt. Bei möglichen Konflikten im Klassenverbund bzw. Lehrer-Schülerkonflikten, kann ich zudem als unabhängige Vermittlungsinstanz dienen.

Zudem arbeite ich gerne mit Klassen der unterschiedlichen Jahrgangsstufen zusammen, organisiere verschiedene Projekte, z.B. im Schuljahr 2018/19 die Suchtpräventionstage für die 7. Klassen und unterstütze bzw. ergänze die Ganztagsangebote an unserer Schule, wie z.B. aktuell die Etablierung einer Fahrradwerkstatt am Gymnasium. In diesem Schuljahr habe ich zudem schon die Streitschlichterausbildung mit 14 Schüler/innen aus der 9. Jahrgangsstufe übernommen, die im 2. Halbjahr auch ihren Dienst als Konfliktlotsen an der Schule antreten werden.

Aber auch Eltern bzw. Personensorgeberechtigte können sich an mich wenden, wenn sie Unterstützung bei schulischen oder persönlichen Schwierigkeiten ihrer Kinder benötigen. Nach einer Situationsanalyse kann ich, wenn nötig, auch an weiterführende Beratungs- und Hilfsinstitutionen vermitteln. Hierbei besteht ein funktionierendes Netzwerk aus z.B. dem Allgemeinen Sozialen Dienst (Bezirkssozialarbeit im Jugendamt der Stadt Iserlohn), dem Schulpsychologischen Dienst sowie der Familienberatungsstelle im Beratungszentrum Corunna in Iserlohn (zfb), der Jugendberatungsstelle im Jugendtreff Letmathe, dem Übergangsmanagement „Schule und Beruf“ der Stadt Iserlohn, der Berufsberatung der Arbeitsagentur und der Anonymen Drogenberatungsstelle e.V. (Drobs) in Iserlohn. Die Gespräche mit den Eltern finden i.d.R. telefonisch oder in der Schule statt. Auf Wunsch kann ich aber auch einen Hausbesuch machen.

Lehrerinnen und Lehrer, insbesondere die Klassenleitungen, die Beratungslehrer/innen sowie die Studien- und Berufsorientierungskoordinatoren (StuBo), die Schulleitung, die Stufenkoordinatoren, die Verbindungslehrerinnen und die Schülervertretung (SV), stellen für mich wichtige Kooperationspartner da. So bin ich auch von Beginn an in ein kompetentes, funktionierendes und professionelles Beratungsteam an der Schule, mit Frau Ille und Herrn Arends, eingebunden worden. Gemeinsam können wir Unterstützungsangebote für einzelne Schüler/innen bzw. für ganze Klassen oder einzelne Gruppen entwickeln und auch gemeinsam durchführen. Hierfür bin ich jederzeit ansprechbar und organisiere auch gerne außerschulische Veranstaltungen, wie z.B. Ferienfreizeitangebote bzw. Projekte zum außerschulischen Lernen, insbesondere im Rahmen des Labels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ oder hole externe (Präventions-)Projekte und Fachreferenten an die Schule. Soweit die Informationen zur Schulsozialarbeit am Gymnasium Letmathe.

Es bleibt mir abschließend noch zu sagen, dass ich mich für die freundliche, motivierende und kollegiale Aufnahme an der Schule ganz herzlich bedanken möchte, das Motto der Schule „Lernen mit Weitblick“ ergänzen sowie mit Rat und Tat unterstützen werde und mich schon auf das nächste Schuljahr, mit dauerhaft persönlicher Präsenz, sehr freue. Auf eine (weiterhin) gute Zusammenarbeit.

Wenn Sie/Ihr persönliche Fragen haben solltet, so stehe ich Ihnen/Euch in der Dienstzeit jederzeit gerne zur Verfügung. Meine Kontaktdaten sind:

  • Staatlich anerkannter Diplom-Sozialarbeiter (FH), Herr Jörg Simon, Büro: Raum 120
  • Persönlich erreichbar im Sj. 2018/19 von Mi bis Fr von 8:30 - 16:30/15:30 Uhr
  • Telefonisch unter 02371/3962665 (Dienst) oder
  • Mail an: simon@gymnasium-letmathe.de