Vermittler zwischen den Welten

Flüchtlingshelfer Deva Manick hält Vortrag

"Nicht aufgeben; es gibt immer einen Ausweg" - dieser Satz fiel in dieser und ähnlicher Form mehrfach, als der Autor und Flüchtlingshelfer Deva Manick (30) vor 140 Schülerinnen und Schülern der Stufen 9 und Q1 aus seinem Buch "Im Glashaus" las und über seine Erfahrungen als Kind srilankischer Asylbewerber einst und Flüchtlingshelfer heute berichtete.

Devakumaran Manickavasagan, kurz Deva Manick, ist 1987 in einem Asylbewerberheim in Ratingen als Kind srilankesischer Flüchtlinge zur Welt gekommen. Insbesondere die eigenen Schwierigkeiten in oder zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen sowie die Unterstützung ihm gewogener Mitmenschen bewegten ihn dazu sich als Flüchtlingshelfer und Vortragsreisender in Sachen Integration von Migrantinnen und Migranten zu engagieren. Dabei entstand die Idee, seinen Weg in die deutsche Gesellschaft in einem autobiografischen Buch – „Im Glashaus - Zwischen den Welten“ – nachzuzeichnen. Die Willkommenskultur zu pflegen, dabei aber auch ein kleines Einmaleins im Land geltender Benimmregeln zu vermitteln und vor allem dafür zu sorgen, dass über den Spracherwerb eine Integration gelingt, sind Aufgaben, denen er als Flüchtlingshelfer nachgeht. "Egal, wie emotional anstrengend die Arbeit mit Kindern ist, ich versuche ihnen, so viel Rüstzeug wie möglich mitzugeben", beschreibt er seine Tätigkeit. Und losgelöst vom Thema Integration gab er den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg: "Wenn das Leben Euch eine Chance gibt, greift zu."